Die Entwicklung des Tennissports in Nuttlar
Seit mindestens 1925 wird in Nuttlar Tennis gespielt. Ein Pachtvertrag, datiert vom 15. Juni 1926 belegt, dass bereits im Jahre 1925 eine Fläche im Garten des Gasthofes Sauerwald als Tennisplatz genutzt wurde und ein Tennisclub bestanden hat, der wohl in sehr enger Beziehung zur vornehmen Kasino – Gesellschaft stand, die ihr Domizil im Gasthof Sauerwald (später „Mutter Pine“) hatte.

Neugründung eines Tennis – Clubs Luftbild der Anlage vom Jahr 1960
Nach dem 2. Weltkrieg wurde am 15.07.1953 im Gasthof „Mutter Pine“ der Tennis – Club Nuttlar gegründet. Folgende Herren wurden in den Vorstand gewählt: Vorsitzender: Rudolf Sauerwald, Kassierer: Anton Dolle, Geschäftsführer: Josef Hohmann.
Gute sportliche Kontakte pflegte der junge Club zu den Vereinen in Brilon, Meschede, Freienohl und Belecke.
Schwierigkeiten gab es jedoch immer wieder bei der Platzpflege

Der Nachwuchsmangel veranlasste den Tennisclub, sich ab 26.03.1960 in den Turn- und Sportverein 1892 Nuttlar e.V. einzugliedern. Bei einer finanziellen und haftungsmäßigen Eigenständigkeit brachte dieser formelle Akt jedoch nicht den erhofften Erfolg. „Als besonderes Hindernis bei der Anwerbung neuer Mitglieder wurde erkannt, dass bei den Dorfbewohnern die Meinung vorherrscht , der Tennis – Club Nuttlar oder ein Tennisclub schlechthin sei nur ein Verein für die gesellschaftlich und finanziell Höhergestellten“.

1963 wurden zwar noch für einen Platz erstmals Plastikbänder als Linien angeschafft, 1964 jedoch unterblieb – aus welchen Gründen auch immer – für den zweiten Platz die Frühjahrsinstandsetzung.

Luftbild der Anlage vom Jahr 1960

Heinz Hester, der 1963 Dr. Schulte als Vorsitzenden abgelöst hatte, musste feststellen, dass die Bespielbarkeit nur eines Platzes den Spielbetrieb weit unter das gewünschte Maß absinken ließ. Die Beitragslisten reichen noch in das Jahr 1966.
Danach entschläft der Club „sanft“.
Die Tennisanlage liegt über Jahre brach

Im Jahre 1973 gab es im neu gewählten Vorstand des TuS Nuttlar erste Überlegungen, das Vereinsangebot durch Tennis zu erweitern, da sich das Tennisspielen vorausahnend zu einem beliebten Freizeitsport „nicht nur für besser situierte Leute“ entwickeln würde.

1974 Tennisabteilung im TuS
Am 2. März 1974 fand die Gründung der Tennisabteilung im Saale des Vereinslokals „Mutter Pine“ statt.
Bis zum 30. Juni 1974 trugen sich 90 Tennisfreunde als Gründungsmitglieder ein und sorgten durch
Vorauszahlungen von Abteilungsbeiträgen für das notwendige Startkapital zur Wiederherstellung
der zwei Tennisplätze. In Eigenleistung wurde die völlig verwahrloste Anlage neu hergerichtet.
Abteilungsleiter: Heinz Hester Stellvertreter: Fritz G. Wuschech

Am 7. Juni 1975 weihte Pfarrer Krebs in Anwesenheit des Bürgermeisters der neuen Gemeinde Bestwig,
Karl Senge, bei strahlendem Sonnenschein die Platzanlage ein.

Der Tennissport hat wieder eine Heimatstatt.

Über die Jahre hinweg entwickelte sich ein reger Spielbetrieb. Im Jahr 1978 nimmt der Verein erstmals mit je einer Herren- und Damenmannschaft an den Meden- bzw. Pönsgenspielen des Verbandes teil. Die Mitgliederzahl betrug
zum Jahreswechsel 1977/78 bereits 141. Nachdem in Ostwig und Bestwig auch Plätze gebaut wurden, finden seit 1980 Gemeindemeisterschaften statt.

Da die Anlage zu klein war, plante der Verein bereits 1978 eine neue Anlage mit vier Plätzen an anderer Stelle.
Im Jahr 1979 wurde ein neuer Abteilungsausschuß gewählt.
Abteilungsleiter: Fritz G. Wuschech Stellvertreterin: Dorothee Heinemann
Hauptziel des neuen Abteilungsausschusses: Weiterentwicklung des Tennissports im TuS Nuttlar und Neubau
einer Tennisplatzanlage.
Dazu Rudolf Heinemann: “Uns ärgert vor allem, daß im Hochsauerlandkreis überall Tennisplätze im Außenbereich angelegt werden können, dies aber in Nuttlar mit den topographischen Schwierigkeiten nicht möglich ist.”
Es missglückten alle Versuche, ein geeignetes Gelände zu finden.

Trotz der eingeschränkten Spielbedingungen wurde mit wechselnden Erfolgen der Damen- und Herren- Mannschaften
die Geselligkeit gepflegt.
Im Jahr 1983 wurde Josef Hesse neuer Abteilungsleiter, DorotheeHeinemann blieb stellvertretende Abteilungsleiterin.

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